Ratgeber Tierzahnmedizin
Zahnerkrankungen von Heimtieren
Kaninchen und Meerschweinchen besitzen lebenslang wachsende Zähne. Veränderungen beim Fressen, Gewichtsverlust oder auffällige Kaubewegungen sollten deshalb frühzeitig abgeklärt werden.
- Kaninchen
- Meerschweinchen
- Chinchillas
- Degus
- Mäuse
- Ratten
Heimtier-Zahnmedizin
Zahnerkrankungen von Heimtieren
Kaninchen und Meerschweinchen besitzen im Gegensatz zu Hund und Katze lebenslang wachsende (elodonte) Zähne. Eine artgerechte Fütterung gewährleistet durch die mahlenden Kaubewegungen einen kontinuierlichen Zahnabrieb. Pro Woche kommt es im Durchschnitt zu einem Zahnwachstum von 1,5-2 mm.
Falsche Futtermittel wie z.B. Körnermischungen und auch Kieferfehlstellungen behindern den Ablauf der physiologischen Kaubewegungen. Die Zähne erhalten dadurch zu wenig Abrieb, der entstandene Zahnüberwuchs führt zu einer Malokklusion. Schmerzhafte Maulschleimhautläsionen, retrogrades Wachstum und Kieferabszessbildung sind die Folge.
Zu Beginn der Malokklusion zeigen die Tiere häufig ein ungestörtes Allgemeinbefinden und gutes Fressverhalten. Durch die Gruppenhaltung der Heimtiere wird ein selektives Fressverhalten und der Gewichtsverlust einzelner Tiere zunächst häufig nicht erkannt. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen lassen Zahnerkrankungen im besten Fall bereits im Frühstadium erkennen.
Nicht nur Kaninchen und Meerschweinchen, sondern auch alle anderen Heimtiere wie Chinchillas, Degus, Mäuse, Ratten sind bei uns herzlich willkommen.
Leistungsspektrum
Zahnmedizin im Bereich der Heimtiere
Folgende Leistungen umfasst unser Spektrum der Zahnmedizin im Bereich der Heimtiere:
- Okklusionskorrekturen
- digitales, intraorales dentales Röntgen
- Zahnextraktionen (intraoral, über extraorale Zugänge)
- Kieferabszessbehandlung
In komplexen Fällen arbeiten wir mit umliegenden Kolleginnen/Kollegen zusammen, um weitere Diagnostik (DVT, CBCT) durchführen zu können.
Wir halten uns im Bereich der Zahnheilkunde und Anästhesie an die aktuellen Leitlinien. Zahnbehandlungen werden von uns ausschließlich am narkotisierten Tier durchgeführt.
Früh abklären statt spät reagieren
Bei Verdacht auf Zahnerkrankungen Ihres Heimtiers beraten wir Sie gerne und besprechen das weitere Vorgehen in der Praxis.